Anhörung zur Auslieferung des BTC-E Betreibers im Dezember

16.11.2017

Die Anhörung zur Auslieferung des Mannes, der hinter der Geldwäsche der ehemaligen Börse BTC-e stecken soll, wird im Dezember stattfinden.

Nach Angaben der Associated Press wird die Anhörung auf den 6. Dezember verschoben, damit zwei wichtige Zeugen anwesend sein können. Bei dem Angeklagten handelt es sich um den Russen Alexander Vinnik. Dieser wurde bereits im Juli festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Millionen US-Dollar mithilfe der Börse BTC-e am amerikanischen Staat vorbeigelenkt zu haben. Gegen die Börse wird ebenfalls ermittelt.

Vinniks Verhaftung hatte für internationale Aufmerksamkeit gesorgt. Die amerikanische Staatsanwaltschaft hatte einen Haftbefehl gegen Vinnik erlassen, während die Börse eine Strafe von 110 Millionen US-Dollar vom Financial Crimes Enforcement Network erhalten hatte.

Daraufhin wurde Vinnik in Griechenland festgenommen. Zunächst sah es auch danach aus, als würde Vinnik an die Vereinigten Staaten ausgeliefert werden, dann jedoch schaltete sich auch die russische Staatsanwaltschaft ein.

Aus der internationalen Rechtsfrage wurde so ein politischer Machtkampf. Nun muss das griechische oberste Gericht darüber entscheiden, welchem Auslieferungsanspruch nachgegeben werden muss.

Vinnik beteuerte bis jetzt stets seine Unschuld in Bezug auf die Vorwürfe aus den USA. Er gab jedoch zu, für die Börse BTC-e gearbeitet zu haben. BTC-e hat inzwischen ihren Namen geändert und dementierte eine Zusammenarbeit mit Vinnik.(EnP)

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Aktuelle News:

Die Tokioter Polizei hat acht Männer verhaftet, die im Verdacht stehen, mittels eines Pyramidenschemas umgerechnet insgesamt rund 60,5 Mio. Euro in Bargeld und Kryptowährung ergaunert zu haben. Das geht aus einem Bericht der japanischen Tageszeitung Asahi Shimbun von Mittwoch, 14. November, hervor.