Binance setzt Kopfgeld auf Hacker-Verhaftung aus

12.03.2018

Die Binance-Kryptowährungs-Börse hat ein Kopfgeld von umgerechnet etwa 200.000 Euro auf die Verhaftung der Hacker ausgesetzt, die an dem Vorfall vom 7. März beteiligt waren. Das geht aus einer Bekanntgabe vom 11. März von Binance hervor.


Laut der Bekanntgabe wird die erste Person, die Informationen liefert, die zu einer Verhaftung führen, das Kopfgeld in Binance Coin (BNB) erhalten. Dieser Coin wird an der Binance-Börse gehandelt und verwendet. Wenn es mehrere Informationsquellen gibt, die zur endgültigen Verhaftung führen, kann das Kopfgeld unter den Quellen aufgeteilt werden.

In der Stellungnahme hebt Binance die Bedeutung einer gebündelten Aktion zur Bekämpfung von Kriminalität und unethischem Verhalten in der Krypto-Community hervor:

"Um eine sichere Krypto-Community zu gewährleisten, können wir nicht einfach nur defensiv spielen. Wir müssen jede Art von Hacking aktiv verhindern, bevor sie auftritt, und auch nach der Tat durchgreifen. Obwohl der Hacking-Versuch gegen Binance am 7. März nicht erfolgreich war, wurde deutlich, dass es sich um eine großangelegte, organisierte Aktion handelte. Das muss bekämpft werden."

Zusätzlich zum aktuellen Kopfgeld hat Binance umgerechnet etwa 8 Mio. Euro an Krypto-Reserven für zukünftige Kopfgelder gegen Hack-Angriffe auf Binance beiseite gelegt. Laut der Stellungnahme von Binance hat der Austausch auch andere Börsen weltweit aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen. "Der Schutz Ihres Geldes ist und war schon immer unsere höchste Priorität!", fügte die Börse hinzu.

Nutzer haben Binance auf die Sicherheitsverletzung aufmerksam gemacht, nachdem sie Unregelmäßigkeiten und unautorisierte Transaktionen bei ihren Konten bemerkt haben. Die genaue Methode, die die Hacker anwendeten, ist weiterhin unklar. Einige Nutzer haben allerdings vermutet, dass eine mögliche Schwachstelle bei den API-Schlüsseln der Nutzer der Grund sein könnte, dass die Hacker das Zwei-Faktor-Authentifizierungssystem von Binance umgehen konnten. Am hat am nächsten Tag, dem 8. März, die Handelsaktivitäten wieder aufgenommen.

Orginalversion in English.

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