Bitcoin-Blockchain schon bald per Satellit möglich

16.08.2017

Blockstream hat einen Satellitenservice gestartet, um die Blockchain vom Orbit aus auszustrahlen. So soll Bitcoin an jeden Winkel der Erde kommen, auch dahin, wo es noch kein Internet gibt. Das Projekt hat seine Schwächen, ist aber ein großer Schritt hin zu einer bemerkenswerten Zukunft.

Empfang auf dem ganzen Globus

Ein Internetzugang ist bisher für eine Bitcoin-Node ein muss gewesen. Damit man die aktuelle Version der Bitcoin-Blockchain vorliegen hat, muss zumindest der aktuelle Block abgefragt werden. Auch im Jahr 2017 ist ein Internetzugang keine Selbstverständlichkeit und je nach Datenrate auch mit Kosten verbunden.

Durch einen Satelliten der Bitcoin-Entwicklungsfirma Blockstream soll jetzt in drei Schritten der ganze Globus mit einer kostenlosen Bitcoin-Satelliten-Verbindung abgedeckt werden und soll vor allem Regionen nutzen, in denen Internet-Verbindungen langsam und/oder relativ teuer sind bzw. bis dato überhaupt keine Internetverbindung hatten. So sollen auch Menschen Bitcoin verwenden können, die aufgrund mangelnder Infrastruktur bislang keinen Nutzen daraus ziehen konnten.


Blockstream: 

So kommt ihr an die Blockchain aus dem Satelliten

Die Nutzung der Blockstream-Satelliten ist zwar kostenlos, allerdings sind die technischen Hürden noch vergleichsweise groß. Die Empfangshardware muss aus Einzelkomponenten zusammengebaut werden. Außerdem ist auch die Einrichtung der notwendigen Open-Source-Software für technisch weniger versierte Nutzer eher kompliziert. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, findet auf GitHub alle notwendigen Informationen.

Laut Blockstream-Angaben soll der Satellit gegenwärtig bereits 2/3 der Erde abdecken. Eine interaktive Karte zeigt, welche Gebiete das sind.

Kryptowaehrunginfo