Branchenkommentare: Facebooks Libra wird Bitcoin zugute kommen und Banken "zerstören"

02.07.2019

Facebooks neues Kryptowährungs-Projekt könne Bitcoin (BTC) wirklich stärken, wie es unter anderem in einem Bericht der Aktienforschungsplattform Seeking Alpha von dieser Woche hieß.

In diesem kurzen Bericht wurden die bestehenden Theorien über die Auswirkung des Libra-Protokolls des Social-Media-Riesen aufgezeigt. Es hieß, dass die Aufmerksamkeit, die dieses von Mainstream-Konsumenten erhalten werde, letztendlich Bitcoin zugute kommen würden.

Diese nebenbei aufkommende Aufmerksamkeit wird den Bitcoin-Kurs und dessen allgemeine Akzeptanz nur stärken, insbesondere angesichts der Unsicherheit auf den globalen Märkten.

"Ich glaube, dass Libra es den Nutzern ermöglichen wird, Bitcoin eher als Peer-to-Peer-Zahlungssystem zu nutzen. Aufgrund der Unsicherheiten auf den Weltmärkten werden auch Investoren sich wiederum Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zuwenden", fasste Autor Ryan Waldoch zusammen.

Einen Tag zuvor hatte sich Arthur Hayes, der CEO des Bitcoin-Derivate-Riesen BitMEX, mit seinen Aussagen sogar noch etwas weiter aus dem Fenster gelehnt.

Im Gespräch mit Bloomberg hatte Hayes, der Ende der Woche bei einem Rededuell auf den berüchtigten Bitcoin-Kritiker Nouriel Roubini treffen wird, nur eine einzige Prognose für Libra, sobald dieser als Token auf den Markt kommt.

"Ich denke, er wird die Geschäfts- und Zentralbanken zerstören", so Hayes.

Wie wir bereits berichteten, hat Libra bereits viel Kritik geerntet, seit Facebook letzten Monat das Whitepaper zu dem Projekt veröffentlicht hat. Bei den geäußerten Bedenken kommen oft die technischen Merkmale und die Datensicherheit sowie die Wahrscheinlichkeit, dass Regierungen versuchen würden, ihn vollständig zu verbieten, zur Sprache.

Im Juli wird es in den USA eine gesonderte Anhörung über das Projekt geben. Die dortige Legislative hat in diesem Zusammenhang bereits auch einen Entwicklungsstopp gefordert, bis Einzelheiten geklärt wurden.

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