Die Kryptobörse Upbit in Südkorea wurde von den Behörden durchsucht – Ist der Bitcoin-Kurs daher so gesunken?

12.05.2018

Die größte Kryptobörse Upbit wurde von der Polizei und zehn Investigatoren untersucht. Die Börse steht unter dem Verdacht, ihre Zahlen gefälscht zu haben.

Was ist bloß mit Bitcoin los? Der Bitcoin-Kurs ist wieder mal am schwanken, viele warten sehnsüchtig nach der wohlverdienten Rally nach der seit Januar anhaltenden Korrekturphase. In diese Wartezeit kommt nun wieder einmal eine Nachricht aus Südkorea, die Unsicherheit erzeugt. Lokalen Medien zufolge fand dort eine Durchsuchung der Börse Upbit statt, die im Verdacht steht, ihre Zahlen gefälscht zu haben.

Die Zentrale von Upbit wurde demnach von 10 Ermittlern durchsucht. Demnach wurden in der Zentrale der Kryptobörse in Seoul sämtliche Rechner der Firma beschlagnahmt, um die Daten zu überprüfen. Der Verdacht ist, dass die Börse unter anderem vorgab, Kryptowährungen zu besitzen, die tatsächlich nicht vorhanden waren - und daraus Gewinne zu generieren.

Alles FUD? Upbit, Südkorea und der Bitcoin-Kurs

Die Negativschlagzeilen aus Südkorea korrelieren gewöhnlich mit einem Knick beim Bitcoin-Kurs. Erst im Januar kündigte die südkoreanische Regierung weitgreifende Regulierungsvorhaben an. Zudem führten sie ein System ein, um die Echtheit der Namen zu verifizieren. Währenddessen sank der Kurs bekanntlich um mehr als 50 Prozent innerhalb von zwei Monaten, um sich langsam wieder nach oben zu schlängeln. Ob FUD oder nicht - die Parallelen sind hier nicht von der Hand zu weisen.

Was sich jedoch nach wie vor auch weiterhin auf die (In-)Stabilität auswirkt, ist die Annäherung zwischen der transaktionellen und der spekulativen Nachfrage. Denn wie eine Studie der US-amerikanischen Federal Reserve Bank ergab, herrscht hier offenbar ein Ungleichgewicht. Während nach wie vor viele Menschen mit Bitcoin spekulieren, lässt die tatsächliche Verwendung als Zahlungsmittel momentan noch zu wünschen übrig. Laut der Studie ist demnach die Einführung der Bitcoin-Futures für die Korrektur mitverantwortlich. Sie soll allerdings auch dabei helfen, den Kurs etwas stabiler zu machen.

Der Bitcoin-Kurs steht momentan bei 7.380 Euro und einer gesamten Marktkapitalisierung von 6,7 Milliarden Euro. Während der monatliche Zuwachs momentan noch bei circa 30 Prozent liegt, ist er im Tagesverlauf um 6 Prozent gefallen, und in der Woche um knapp 9 Prozent. Die Szene erwartet nach wie vor das Durchbrechen der 10.000-US-Dollar-Marke (etwa 8.000 Euro), eine psychologisch wichtige Schranke.

Orginal Bericht 

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Die Tokioter Polizei hat acht Männer verhaftet, die im Verdacht stehen, mittels eines Pyramidenschemas umgerechnet insgesamt rund 60,5 Mio. Euro in Bargeld und Kryptowährung ergaunert zu haben. Das geht aus einem Bericht der japanischen Tageszeitung Asahi Shimbun von Mittwoch, 14. November, hervor.