Digitale Zahlungsmittel erobern den Markt

15.06.2017

Digitale Zahlungsmittel wir Bitcoins oder Reddcoins setzen sich immer mehr durch. Lesen Sie, wozu Bitcoins, Reddcoins und Musicoins gut sind. Youtube und Apple wollen Kryptowährungen als Zahlungsmittel nutzen

Die virtuelle Geldeinheit Bitcoin wurde bereits 2009 als weltweit verwendbares dezentrales Zahlungssystem eingeführt. Neben der Verwendung als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen dienten Bitcoins oft auch als Spekulationsobjekt, was zu erheblichen Kursschwankungen führte. Inzwischen wurden etwa 3.000 weitere Kryptowährungen implementiert, deren Verwendungsmöglichkeiten sich oft auf spezielle Bereiche und Branchen fokussiert. Drei dieser Kryptowährungen mit großem Potenzial werden in diesem Beitrag näher vorgestellt.

Das Blockchain-Technologie-Konzept ermöglicht einen digitalen Zahlungsverkehr ohne Zentralinstanzen wie etwa Banken.

Bitcoin - Die Mutter aller Kryptowährungen Bereits 2009 eingeführt, sind Bitcoins aktuell die etablierteste Kryptowährung. Sie sind innerhalb der EU offiziell als Währung anerkannt und auch in Japan erhielt die virtuelle Währung im April 2017 den Status als offizielles Zahlungsmittel. Weltweit kann bereits an über 10.000 Akzeptanzstellen ohne Kreditkarte oder Bankverbindung schnell und bequem bezahlen werden. Die Schweizer Bundesbahn (SBB) bietet ihren Kunden seit Ende letzten Jahres an Fahrkartenautomaten auch die Möglichkeit, ihre Bitcoin-Wallet aufzuladen und avancierte damit zum größten europäischen Netzwerk von Bitcoin-Automaten. Aufgrund der großen Akzeptanz haben Bitcoins deshalb das größte Potenzial, sich als virtuelle Währung durchzusetzen. Mit den neuen Währungen ist zudem ein Markt entstanden, auf dem in Zeiten von Niedrigzinsen noch enorme Renditen erzielt werden können. Einige Beispiele für Kurssteigerungen bei digitalen Zahlungsmitteln sind:

Bitcoin (BTC): Steigerung um 2.000 Prozent seit 2009

Ethereum (ETH): 6 USD für 1 ETH im März 2016 - 392 USD heute

Dash (Dash): 4 USD für 1 Dash im März 2016 - 180 USD heute

Die bekanntesten Plattformen, auf denen die genannten Coins gehandelt werden, sind
Cryptopia, Bittrex, poloniex.

Musicoins (MC) für Transaktionen rund um Musik Die Kryptowährung Musicoin (MC) wurde speziell für Musiklizenzen und den Konsum von Musik entwickelt. Sie ermöglicht es Musikern, ihre Musik selbstständig zu lizenzieren und freizugeben, sodass jede Wiedergabe eine Bezahlung vom Hörer direkt zum Musiker auslöst. Die Zahlungen sind sofort verfügbar und können automatisch geteilt und an alle Mitwirkenden wie Bandmitglieder, Songwriter und Produzenten verteilt werden. Immer wenn ein von einem Musiker freigegebener Track gespielt wird, wird ein sogenannter Pay-Per-Play-Lizenz (PPP)-Lizenzcode ausgelöst und die Bezahlung vom Hörer wird automatisch nach den Bedingungen der PPP-Lizenz geteilt und verteilt. Die Gründer von Musicoin entwarfen eine globale Währung (MC), um Künstlern und Hörern eine dezentrale Plattform zu bieten, auf der Künstler direkt ohne Label dem Hörer ihre Kunst verkaufen können. Die Währung wird nicht von einer einzigen Stelle ausgegeben, sondern von einem Netzwerk von Computern durch einen Prozess, der als "mining" bezeichnet wird. Dieses System, das sich schon bei anderen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Dash bewährt hat, beinhaltet viele Computer rund um den Globus, die einen komplexen Computeralgorithmus ausführen. Dabei arbeitet das gesamte Netzwerk zusammen, um eine Währung zu erzeugen, die nicht gefälscht und nicht doppelt ausgegeben werden kann. Musicoin (MC) ist erst seit einigen Monaten auf dem Markt, birgt aber schon jetzt ein Riesenpotenzial in sich. Aktuell laufen Gespräche darüber, dass Apple und Sony Musicoin als Zahlungsmittel nutzen wollen. Sollte auf iTunes künftig auch mit Musicoin (MC) bezahlt werden können, dürfte der Kurs rasant ansteigen.

Aktuell ist ein Musicoin für umgerechnet rund vier Eurocent zu haben.

Reddcoin - Die Währung für die sozialen Netzwerke Auch der Reddcoin (RDD) ist eine sehr ambitionierte und schnell wachsende Kryptowährung, der Experten eine große Zukunft voraussagen. Die Idee hinter Reddcoin (RDD) ist, dass soziale Netzwerke eine zunehmend wichtige Rolle bei der Kommunikation weltweit spielen. Facebook, Youtube, Twitter und Blogger-Seiten wie WordPress bieten erstaunliche Inhalte, aber kaum Optionen, um seine Dankbarkeit für diese Inhalte zum Ausdruck zu bringen. Mit Reddcoin kann die Art und Weise, wie Menschen sich sozial beteiligen, revolutioniert werden. Im Kern beschäftigten sich die Entwickler mit der Erstellung einer benutzerfreundlichen Brieftasche, die es ermöglicht, die Münzen schnell zu handeln und sicher zu schützen. So können Nutzer Mikro-Spenden über die sozialen Netzwerke mit einer dezentralisierten Brieftasche leisten und die Schöpfer von unterhaltsamen Inhalten erhalten mehr als nur ein Like. Wer die virtuelle Währung Reddcoin kaufen möchte, zahlt aktuell etwa 26 Eurocent für 100 Reddcoins (RDD).

DigiByte - Fünf Mining-Algorithmen für mehr Sicherheit Diese Kryptowährung legt ihren Fokus vor allem auf Cyber-Sicherheit in Bezug auf Zahlungen und Kommunikation. Innovative FinnTech-Anwendungen sorgen dabei für Vertrauen, Transparenz und Sicherheit beim globalen Handel. Geplant ist die Erzeugung von 21 Milliarden DigiByte-Münzen, verteilt über 21 Jahre. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 260 Millionen US-Dollar liegt die Währung schon unter in den Top 20 aller Kryptowährungen. Das Potenzial scheint auch hier riesig zu sein, da bereits Kooperationen mit Facebook und Minecraft bestehen. Noch liegt der Kurs für ein DigiByte (DGB) bei umgerechnet etwa 4 Eurocent. Sollten in den nächsten Monaten weitere Partnerschaften mit Global Playern eingegangen werden, könnte der Kurs schnell stark ansteigen.