Draghi von der EZB sagt, die Banken könnten anfangen, Bitcoin-Positionen zu halten

09.02.2018

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte, der Start von Bitcoin-Futures könnte auch europäische Banken dazu bringen, Positionen in Bitcoin zu halten.

Während einer Plenardebatte des Europäischen Parlaments zum EZB-Jahresbericht sagte Draghi am Montag in einer Erklärung:

"Wir beobachten keinen systemrelevanten Bestand an digitalen Währungen durch beaufsichtigte Institute - also durch Banken.

Tatsächlich zeigen die in der Europäischen Union niedergelassenen Kreditinstitute trotz des hohen öffentlichen Interesses wenig Interesse an digitalen Währungen wie Bitcoin.

Jüngste Entwicklungen, wie die Notierung von Bitcoin-Futures-Kontrakten durch US-Börsen, könnten aber auch europäische Banken dazu bringen, Positionen in Bitcoin zu halten, und deshalb werden wir uns das sicherlich ansehen. "

Aufgrund der hohen Volatilität der digitalen Währungen warnte Draghi, dass es sich um sehr riskante Anlagen handelt. In Vorbereitung auf Banken, die potenziell mit Kryptos absichern, sagte Draghi:

"Im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus wird daran gearbeitet, mögliche aufsichtsrechtliche Risiken zu ermitteln, die diese digitalen Vermögenswerte für beaufsichtigte Institute darstellen könnten."

Draghi räumte weiter ein, dass der Gelddruck von rund 60 Milliarden Euro pro Monat Blasen sprühen könnte.

"Es ist ziemlich klar, dass QE die Vermögenspreise anhebt", sagte er. "Die Besitzer von Vermögenswerten sind in der Regel wohlhabende Institutionen oder wohlhabende Menschen, also verschlechtert sich auf kurze Sicht der Vertrieb."

Er betonte jedoch, dass aufgrund der zunehmenden Ungleichheit der Beschäftigung die Argumentation, Gelddruck sei "bei weitem die stärkste Maßnahme zur Verringerung der Ungleichheit in jedem Wirtschaftssystem" sei.

Die Zentralbanken beginnen jedoch, ihre Geldpolitik zu straffen, da die Fed und die Bank of England vor einiger Zeit das Gelddrucken eingestellt haben und nun möglicherweise einen Anstieg der Rekordzinsen beobachten.

Aber es ist das erste Mal, dass ein Zentralbankbeamter vorgeschlagen hat, dass Banken Positionen in digitalen Währungen und Token einnehmen könnten, was scheinbar implizit grünes Licht gibt.(EnP)

Englische Originalversion

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