IBM arbeitet an Blockchain-Kooperation mit Lebensmittelbranche

23.08.2017

IBM kündigt in einer Pressemitteilung eine Blockchain-Kooperation für eine höhere Lebensmittelsicherheit an. Dazu wurde eine erste umfassend integrierte IBM Blockchain-Plattform vorgestellt, die den schnellen Umsatz von Blockchain-Technologie gewährleisten soll.

Eine Gruppe von führenden Unternehmen aus der globalen Lieferkette für Lebensmittel hat gestern eine Blockchain-Kooperation mit IBM angekündigt. Ziel ist es, das Vertrauen von Verbrauchern in das weltweite Lebensmittelsystem weiter zu stärken. Zu dem Konsortium gehören Dole, Driscoll's, Golden State Foods, Kroger, McCormick and Company, Nestlé, McLane Company, Tyson Foods, Unilever und Walmart. Gemeinsam mit IBM arbeiten die Unternehmen daran, neue Einsatzfelder für Blockchain in der weltweiten Supply Chain zu identifizieren.

Laut Weltgesundheitsorganisation wird aufgrund von verunreinigter Nahrung pro Jahr einer von zehn Menschen krank und rund 400.000 Menschen sterben an den Folgen. Viele Probleme rund um Lebensmittelsicherheit, wie zum Beispiel Verunreinigungen, durch Lebensmittel verursachte Krankheiten, Verschwendung und teure Rückrufaktionen von Nahrungsmitteln, werden durch fehlenden Zugang zu Informationen und schlechte Rückverfolgbarkeit noch verstärkt. Es kann heute Wochen dauern, die genaue Ursache von Verunreinigungen ausfindig zu machen. Dadurch erkranken weitere Menschen.

Mit der Blockchain-Technologie soll nun ein Weg gefunden werden, mit diesen Problemen umzugehen. Sie bietet allen Beteiligten eine vertrauenswürdige Umgebung, in der Transaktionen transparenter abgewickelt werden können. Teilnehmer an der globalen Nahrungsmittel-Lieferkette, etwa Landwirte und Erzeuger, Lieferanten, die verarbeitende Industrie, Händler, Behörden und Verbraucher, können über ein Blockchain-Netzwerk für ihre Transaktionen gesicherte und verlässliche Informationen über Herkunft und Zustand von Nahrungsmitteln erhalten.

Dies wollen sich die kooperierenden Unternehmen zu Nutze machen. Marie Wieck, IBM General Manager Blockchain, sagt dazu:

"Blockchain-Technologie verändert die Art und Weise wie gleichgesinnte Organisationen zusammenarbeiten können. Weil alle Beteiligten die exakt gleiche Sicht auf die Dinge haben, also eine "single view of the truth", steigt das gegenseitige Vertrauen enorm. Unsere Arbeit mit Organisationen aus dem ganzen Lebensmittel-Ökosystem und auch IBMs neue Blockchain-Plattform werden helfen, das Potenzial dieser vielversprechenden Technologie für Unternehmen voll auszuschöpfen. Organisationen jeder Größe und Branche können schneller von der Konzeptphase in den produktiven Betrieb wechseln und Geschäftsprozesse mit Blockchain effizienter abwickeln."

Neue integrierte IBM Blockchain Platform

Die IBM Blockchain Platform ist über die IBM Cloud zugänglich und erleichtert alle Schritte beim Aufbau eines Blockchain-Netzwerkes: Sie ermöglicht es mehreren Parteien gemeinsam Blockchain-Netzwerke zu entwickeln, zu steuern und zu betreiben. Damit können Organisationen eigene Geschäftsnetzwerke sehr schnell in Betrieb nehmen.


In die Plattform ist die Erfahrung von IBM aus mehr als 400 Kundenprojekten in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Supply Chain und Logistik, Einzelhandel, Behörden und Gesundheitswesen eingeflossen.

Bereits umfassend getestet, adressiert die IBM Blockchain Platform alle Herausforderungen, denen sich Unternehmen in Bezug auf Sicherheit, Performance, Zusammenarbeit und Datenschutz stellen müssen - auf technischer aber auch auf organisatorischer Seite. Sie bietet Innovationen, die durch die Open-Source-Kollaboration in der Hyperledger Community entstanden sind. Hierzu zählen zum Beispiel das neueste Hyperledger Fabric v1.0 Framework und das Hyperledger Composer Blockchain-Tool, beide von der Linux Foundation gehostet.

Weitere Informationen über IBM Blockchain finden Sie unter www.ibm.com/blockchain

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