Eurasischer Blockchain-Verband will Social-Media-Riesen wegen Krypto-Werbeverbot verklagen

27.03.2018

Kryptowährungs- und Blockchain-Verbände in Russland, China und Südkorea planen im Mai gemeinsam Google, Twitter, Facebook, und Yandex zu verklagen, da sie keine Krypto-Werbung mehr erlauben. Das geht aus einem Bericht der lokalen Nachrichtenagentur TASS von gestern, 27. März, hervor.

Ende Januar kündigte Facebook ein Krypto-Werbeverbot an. Als Grund wurden "irreführende oder betrügerische Werbepraktiken" genannt. Google folgte diesem Beispiel im März, allerdings tritt das Verbot erst im Juni in Kraft. Vor Kurzem hat Twitter bestätigt, dass auch dort Krypto-bezogene Werbung verboten werde. Das Verbot gilt speziell für Initial Coin Offerings (ICO) und Token-Verkäufe. Von Yandex wird laut lokalen Medienberichten ebenfalls erwartet, dass verbietende Maßnahmen ergriffen werden.

Die Organisationen, die an der geplanten Klage gegen die vier Social-Media- und Tech-Riesen beteiligt sind, sind der russische Verband für Kryptowährung und Blockchain (RACIB), der koreanische Risikounternehmensverband und LCBT, ein chinesischer Verband von Kryptoinvestoren.

Yury Pripachkin, der Präsident von RACIB, sagte auf der Blockchain-RF-Konferenz 2018, die vom 27. - 28. März in Moskau stattfand, dass die Handlungen dieser vier Technologieunternehmen den Kryptomarkt negativ beeinflusst haben:

"Wir glauben, dass die vier Unternehmen damit ihre Monopolstellung nutzen. Sie haben ein Kartellabkommen miteinander geschlossen, um den Markt zu manipulieren. Das Verbot von diesen vier Organisationen hat in den letzten Monaten zu einem erheblichen Marktrückgang geführt."

Die Organisationen haben den Eurasischen Blockchain-Verband gegründet, um einen Fonds zur Unterstützung und Ausarbeitung der Klage zu schaffen. Laut der lokalen Nachrichtenagentur RIA Novosti sagte Pripachkin, dass jeder, der Interesse hat, in den Kryptofonds "einsteigen" könne. Pripachkin fügte hinzu, dass auch eine Klage gegen die Aktionäre dieser Unternehmen eingereicht werde, wenn sie Krypto-Wallets haben:

"Wir glauben, dass sie strafrechtlich verfolgt werden sollten, wenn sich herausstellt, dass die Aktionäre oder Manager dieser Unternehmen Krypto-Wallets besitzen, die sie zum eigenen Vorteil nutzen, indem sie die Position ihrer Unternehmen ausnutzen."

Die Klage wird in den USA eingereicht. Pripachkin erklärte, dass einige US-Staaten Kryptowährungen "loyal" gegenüberstehen würden, insbesondere Wyoming. In den vergangenen zwei Monaten haben die Gesetzgeber von Wyoming Gesetze verabschiedet, um Krypto von den Grundbesitzsteuern zu befreien und Wertpapierregulierungen zu lockern.

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