Ist Cryptopia ein Betrug? Neuseeland: Polizei bestätigt Ermittlungen im Fall Cryptopia

16.01.2019

Die neuseeländische Polizei bestätigt, dass sie Ermittlungen bezüglich des scheinbaren Hacker-Angriffs auf die Kryptobörse Cryptopia eingeleitet hat. Dies geht aus einer offiziellen Pressemitteilung vom 16. Januar hervor.


Cryptopia hatte am 14. Januar plötzlich Webseite und Kryptobörse geschlossen, woraufhin später kommuniziert wurde, dass ein bösartiger Angriff die dafür Ursache war. Insgesamt sollen dabei mindestens 3,6 Mio. US-Dollar gestohlen worden sein.

"Cryptopia ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden, der zu schweren Verlusten geführt hat", wie die Kryptobörse auf ihrer Twitter-Seite gemeldet hatte.

Nachdem Medien und Nutzer von dem Hack Notiz genommen hatten, wies Cryptopia darauf hin, keinerlei Kommentar mehr abgeben zu dürfen, da es sich um ein laufendes polizeiliches Verfahren handeln würde.

"Wir können zurzeit keine weiteren Statusmeldungen abgeben, da es sich ab sofort um ein laufendes Ermittlungsverfahren handelt", wie es am 15. Januar in einem von zwei ähnlichen Tweets heißt.

Laut Polizei befinden sich die Ermittlungen allerdings noch in einer frühen Phase, in der zunächst der genaue zeitliche Ablauf der Ereignisse bestimmt wird.

"Die Ermittlungen befinden sich in einer sehr frühen Phase und die Polizei arbeitet eng mit Cryptopia zusammen, um die genaue Sachlage zu verstehen", wie in der Pressemitteilung ausgeführt wird. Und weiter:

"Die Polizei ist derzeit noch nicht in der Lage, genau beziffern zu können, wie hoch der Schaden an Kryptowährung ist, allerdings geht sie von einer beträchtlichen Menge aus. Ein großes Team der Canterbury Polizeistelle und eine Spezialeinheit für Tech-Kriminalität sind an dem Fall beteiligt."

Des Weiteren bestätigt die Polizei, dass Ermittler im Firmensitz von Cryptopia zugegen sind, allerdings gab es keine Razzia, wie fälschlicherweise von regionalen Medien berichtet wurde. Die Kryptobörse zeigt sich bisher vollständig kooperationsbereit.

Nachdem der Hack bekannt wurde, haben Nutzer der Kryptobörse erneut Klage eingereicht, die behaupten, dass ihnen vor mehr als einem Jahr Gelder gestohlen wurden, die auf der Plattform deponiert waren.

Laut der neuseeländischen Radiostation Radio NZ fordern ca. 40 Cryptopia Nutzer eine Erklärung für das Verschwinden ihrer Gelder.

"Wir wurden letztes Jahr zunächst von drei Personen kontaktiert, darunter ein südafrikanischerAnwalt, die uns auf Probleme mit ihren Wallets und bei Geldauszahlungen aufmerksam gemacht haben", wie der Rechtsanwalt von Cryptopia dazu Stellung nimmt.

Bisher werden technische Probleme als Ursache hierfür genannt.

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