Italien: Aktienaufsicht stellt Unterlassungsbescheid gegen drei Krypto-Firmen aus

21.11.2018

Die italienische Börsenaufsicht CONSOB hat gegen drei Krypto-Unternehmen, die ohne Genehmigung Investitionsanlagen anbieten, eine Unterlassungserklärung ausgestellt. Dies geht aus einer offiziellen Pressemitteilung vom 19. November hervor.

Das erste betroffene Unternehmen ist eine Handelsplattform namens Richmond Investing, die gegen das italienische Finanzrecht (TUF) verstoßen haben soll, indem es sich nicht bei den entsprechenden Behörden registriert hat.

Die Börsenaufsicht hat auch zwei weitere Firmen aufgefordert, den Geschäftsbetrieb unverzüglich einzustellen, dies sind die Crypton Ltd. und die Eagle Bit Trade, zuzüglich gilt die Erklärung auch für die Person Alessandro Brizzi, die wiederum mit der Cryptoforce Ltd. in Verbindung steht.

Laut Mitteilung ist das Unternehmen CryptoForce auf Mining im Proof-of-Stake Verfahren spezialisiert, wobei auch eine eigene Kryptowährung namens "Crypton" angeboten wird. Brizzi bewarb CryptoForce auf Facebook. Die Firma Eagle Bit Trade soll ungenehmigte "Handelspakete" an italienische Anleger verkauft haben.

Dieser Schritt der CONSOB steht vor dem Hintergrund nach stärkerer Krypto-Regulierung in der Europäischen Union. Im September hatte die belgische Denkfabrik Bruegel die EU-Minister dazu angehalten, Digitalwährungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die deutsche Finanzbehörde BaFin hat im November ebenfalls einen Unterlassungsbescheid an die britische Krypto-Firma Finatex Ltd. ausgestellt, da das Unternehmen über keinerlei Genehmigung nach dem deutschen Wertpapiergesetz verfügte.

Derzeit hat Italien noch keinen rechtlichen Rahmen für die Krypto-Industrie. Im März kündigte der Wirtschaftsminister jedoch an, dass ein entsprechender Gesetzentwurf erarbeitet werden soll, die eine Klassifizierung der Kryptowährungen vornimmt und die genehmigten Dienstleister auflistet.

Laut Finance Magnates hat die italienische Regierung den Finanzinstituten des Landes nicht verboten, mit Kryptowährungen zu handeln, allerdings hat sie diesen wohl empfohlen, auf die entsprechenden Gesetze zu warten.

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Die Tokioter Polizei hat acht Männer verhaftet, die im Verdacht stehen, mittels eines Pyramidenschemas umgerechnet insgesamt rund 60,5 Mio. Euro in Bargeld und Kryptowährung ergaunert zu haben. Das geht aus einem Bericht der japanischen Tageszeitung Asahi Shimbun von Mittwoch, 14. November, hervor.