Kuriose Aussage von Tim Drapen über Bitcoin

10.09.2014

Trotz steigendem Interesse seitens großer Zahlungsabwickler und Vordenker in der Bitcoin Branche, sinkt der Bitcoin Preis seit einigen Wochen kontinuierlich. Grund dafür waren vor allem das New York Bitcoin Proposal und die sich immer weiter verbreitenden und hochkomplexen Finanzinstrumente die zum automatisierten Handel von Bitcoin genutzt werden.

Hier auf dem Foto ist (Tim Drapen) zu sehen .

Auch der Bitcoin Hedge-Fonds Pantera Capital machte diese beiden Faktotoren für den Preissturz seit Juli verantwortlich. Zu diesem Zeitpunkt weckte vor allem die Versteigerung von 30.000 beschlagnahmten Silk Road Bitcoins das Interesse vieler Investoren und lies den Preis anfangs auf ein neues Hoch von 650 US-Dollar steigen. In der Zwischenzeit ist der Kurs jedoch wieder auf 475 US-Dollar gefallen.

Vermutlich wird kein Investor dem Preisverfall mehr ausgesetzt sein als Tim Draper, Venture Capitalist und Draper Fischer Jurvetson (DFJ) Partner. Er verkündete am 2. Juli, die 30.000 von der US-Regierung beschlgnahmten Bitcoins ersteigert zu haben.

In einem Interview mit CoinDesk sagte er, dass er zwar sehr überrascht von dem Preisverfall sei, aber seine optimistische Haltung gegenüber Bitcoin als langfristiges Anlagegut lange nicht verloren hat:

"Ich denke der Markt sieht nicht das, was ich sehe. Da wird gerade eine ganz neue Wirtschaft geschaffen. Ich habe mir ein Ziel von 10.000 US-Dollar pro Bitcoin (BTC) gesetzt. Und selbst das könnte noch ein pessimistischer Ansatz sein."

Sollte Draper die 30.000 Bitcoins zu dem damals aktuellen Bitcoin Preis gekauft haben, hätte er bis zum heutigen Zeitpunkt einen Verlust von 5 Millionen US-Dollar gemacht.

Bullish in Schwellenländern

Draper sprach außerdem über seine langfristige Investmentstrategie die insbesondere auf Bitcoin-Startups in Schwellenländern abzielt.

Der 56 jährige Investor, der auch an den Finanzierungsrunden von BitPagos, Korbit und Volabit beteiligt war, sagte zu CoinDesk, dass diese Unternehmen angesichts der großen Herausforderung letztendlich erfolgreich sein werden.

Aus Drapers Äußerungen geht hervor, dass diese Unternehmen in der Lage sind, alle Hindernisse die durch Regulierungen und den Mangel an Aufklärung hervorgerufen werden, abzuwenden:

"Diese Unternehmen erleichtern es den Leuten Geschäfte in ihren Ländern zu tätigen. Solange die Regierungen verstehen, dass es ihnen besser geht, wenn ihre Unternehmen erfolgreich sind, sollte es ganz gut um unser Investment stehen.

Investoren sollten Bitcoin kaufen

Den Preisverfall mal außen vor genommen ist Draper der Meinung, dass Investoren weiterhin in Bitcoin investieren und die Möglichkeiten am Bitcoin-Markt nutzen sollen. Er wird die Menschen weiterhin ermutigen Bitcoin zu kaufen und damit zu zahlen.

Auf die Frage, was er den Investoren und Unternehmern die den derzeitigen Markt beobachten raten würde, nannte er das langfristige Potential von Bitcoin und die niedrigen Transaktionskosten:

"Ich denke das jeder, der jemals Geld über Western-Union versendet hat weiss, welchen Summen mit BTC eingespart werden können."

Seiner Meinung nach sollten Investoren weiterhin die potentiellen Möglichkeiten verfolgen und in Bitcoin sowie in die Infrastruktur investieren:

"Bitcoin wurde geschaffen um dauerhaft zu bleiben", so Draper.

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk