Lebt der Dogecoin noch?

08.02.2017

Es ist das Frühjahr 2014, in den Medien wird über Bitcoin gesprochen. Silk Road und die Intervention durch das FBI rücken Bitcoin für die Masse ins schlechte Licht. Inmitten dieses Trubels zeichnet sich die Geburtsstunde des Dogecoin (ausgesprochen: "dosch-koin") ab.

Von "digitalen Währungen" als Oberbegriff zu sprechen wäre noch zu früh. Wie für alte Menschen "Facebook" das Synonym für das "Internet" ist, so ist Bitcoin damals noch das Synonym für digitale Währungen. Wer den Hype um Bitcoin verpasste, suchte sich schnell Altcoins - alternative digitale Währungen - um an der nächsten großen Bewegung teilzuhaben.

Genau zu diesem Zeitpunkt werden die meisten Dogecoin-Holder unter euch eingestiegen sein.

Nun stellen sich für einige noch ganz bestimmte Fragen.

Für Neulinge:

  • Was ist eigentlich Dogecoin?
  • Warum sehe ich dieses immense Hoch auf CoinMarketCap?
  • Lohnt es sich noch in Dogecoin zu investieren?

Und für derzeitige Holder:

  • Wie sieht es derzeit in der Dogecoin-Community aus?
  • Lohnt es sich meine Dogecoins zu halten?

Natürlich überschneiden sich hier manche Fragen. Wer eine dieser Fragen hat, kann sich jetzt auf eine bequeme Zusammenfassung und eine Zukunftsaussicht freuen. Wer mit alldem eigentlich nichts zu tun hat, kann trotzdem weiter lesen. Denn Dogecoin ist eng mit der Internet-Kultur verknüpft und stellt im Kryptowährungs-Sektor ein Stück Geschichte dar.

Much Beginning

Diese merkwürdige Schreibweise ist überall in der Dogecoin-Community zu finden. Die englischen Wörter "Much" ("sehr", "viele" im Sinne von zahlreich), "Very" ("sehr" für Adjektive) oder "Such" ("solch", "so ein") werden meist vor ein anderes englisches Wort gesetzt, um die Phrase dann in die "Sprache von Doge" zu übersetzen. Doge-Phrasen werden meistens mit einem Punkt beendet und von einem "Wow!" abgerundet ("Beginning" alleine würde nur "Anfang" bedeuten. Doch mit "Much" davor, ist es eindeutigals Doge-Satz erkennbar. Wow!)

Man muss sich vorstellen, dass diese Sätze von einem Hund gesprochen werden. Die unter euch, die mit Internet-Kultur nichts am Hut haben, verlieren gerade allmählich den Sachzusammenhang (und das ist nicht schlimm, haltet das durch und euch wird ein Licht beim Fazit aufgehen), für die anderen wiederum ist es nichts neues.

a... ja tatsächlich, dieser Hund.

Ein Shiba-Inu der vom Internet vergöttert wurde und dem man eine einfache Sprache zuschrieb (deswegen die teilweise absichtlich falsch geschriebenen Begriffe).

Inmitten dieses Hypes, der hauptsächlich die Social Media-Plattform Reddit betraf, dachten Programmierer Billy Markus und Adobe System Maketing-Mitarbeiter Jackson Palmer, dass es witzig sei eine GESAMTE Kryptwährung mit dem Spaß und den Memes von Doge aufzubauen.

...Dogecoin war geboren...

Such Hype

In der folgenden Zeit durchbrach Dogecoin die Schallmauer, flog schneller als Licht und zerriss das Raum-Zeit-Kontinuum des Internets (zumindest fühlte es sich für alteingesessene Bitcoiner so an).

In dieser Zeit wurde der Ausdruck "To the mooon!" geprägt. Die Marktkapitalisierung stieg völlig unerwartet auf 60 Millionen US-Dollar (Januar 2014). Für eine "Spaßwährung" eine ziemlich solide Zahl.

Cashflow

Wer also Anfang Januar 2014 (8. Januar) beim Dogecoin-Preis 0,00000025 BTC/DOGE (25 Satoshi) eingekauft hat, konnte seinen Augen nicht glauben, als der Preis 0,00000287 BTC/DOGE (287 Satoshi oder 2,87 microbitcoin) am 12.Februar.

Viele Nachkommastellen, doch der Sprung ist so vorstellbar:

Angenommen ich kaufte mir 10 Dogecoin zum Preis von 2,5 Euro (nur theoretisches Szenario, 1 DOGE war nicht so viel wert), habe lediglich einen Monat gewartet und ein Dogecoin war plötzlich 28,7 Euro wert. Aus meinen 25 Euro wurden mal eben 287 Euro. Wow!