Millionäre schützen ihre Krypto Coins in einem bombensicheren Bunker in der Schweiz

17.10.2017

Das Wall Street Journal nennt dass "Fort Knox für Bitcoin": In einem bombensicheren Bunker in der Schweiz befindet sich das wohl beeindruckendste Offline-Wallet für Kryptowährungen.

Was ein Bunker in der Schweiz mit Bitcoin zu tun hat?

Am 15. Oktober 2017 lag der Wert von einem Bitcoin bei mehr als 4.950 Euro. Alleine im vergangenen Jahr erlebte die Digitalwährung eine Wertsteigerung von mehr als 700 Prozent. Klar, dass das Begehrlichkeiten weckt und Investoren nach einer möglichst sicheren Unterbringung für ihre digitalen Reichtümer suchen. Wences Casares, der in den 1990er Jahren Argentiniens ersten Internet-Service-Provider gegründet hat und heute im Aufsichtsrat von Paypal sitzt, hat das schon 2014 erkannt. Damals gründete er gemeinsam mit Federico Murrone das Bitcoin-Wallet Xapo.

Xapo nutzt das unterirdische Rechenzentrum von Deltalis. (Grafik: Deltalis)
Xapo nutzt das unterirdische Rechenzentrum von Deltalis. (Grafik: Deltalis)

Das Unternehmen mit Sitz in Hongkong bietet vor allem einen Dienst an, der sich von anderen Anbietern unterscheidet: Xapo erlaubt die Einrichtung eines Offline-Wallets in einem Bunker in der Schweiz. Der Bunker wurde 1947 von der Schweizer Armee gebaut und diente während des Kalten Krieges als geheimes Hauptquartier. Doch der ist längst vorbei und so beheimatet der unterirdische Bau im Schweizer Kanton Uri heute das angeblich sicherste Rechenzentrum der Welt. Die Betreibergesellschaft Deltalis weist auf der Unternehmenswebsite stolz darauf hin, dass ihre Anlage eine der wenigen ist, die sogar gegen elektromagnetische Impulse gesichert ist.

Gemeinsam mit anderen Unternehmen, die den Bunker als sicheren Ablageort für ihre Daten auserkoren haben, nutzt auch Xapo den beeindruckenden Bau, um Kunden des Dienstes ein bisschen mehr Sicherheit zu geben. Die Online-Publikation Quartz hat sich den Bunker jetzt von innen angeschaut und ihre Eindrücke in einem 360-Grad-Video festgehalten.