Österreichische Nationalbank wanrt Post vor Bitcoin

26.10.2017

Ewald Nowotny, der Gouverneur der "Österreichischen Nationalbank" ist definitiv kein Freund von Kryptowährungen. Man muss aber auch sehen, dass im Gegensatz zu Ländern wie Japan oder Korea, die Wirtschaft rund um Bitcoin rechtlich noch nicht reguliert ist. Ewald Nowotny warnte den Vorstand der "Österreichischen Post" vor den rechtlichen Folgen des Bitcoin-Angebots, das vor wenigen Monaten eingeführt wurde. Für Nowotny sei der Bitcoin riskant und zudem auch keine Währung.

"Der Bitcoin ist nichts anderes als ein Spielstein für Wetten. Genau deshalb ist die Österreichische Nationalbank der Ansicht, dass die Kryptowährung als tendenziell problematisch angesehen werden muss", so der Gouverneur gegenüber der APA.

Die "Österreichische Post" kooperiert bereits seit Juli mit "Bitpanda"

Seit Juli 2017 können sie in Österreichischen Post-Filialen ihre Euro-Scheine gegen digitale Währungen wie Bitcoin eintauschen. Die "Österreichische Post" arbeitet hier mit dem Start-up "Bitpanda" zusammen, das im Netz eine Tauschbörse betreibt. 

Auch die benötigten Wallets, die man für den Empfang von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen braucht, werden ebenfalls vom Start-up "Bitpanda" zur Verfügung gestellt. "Ich bin sehr verwundert, dass die Post nun Kryptowährungen anbietet", so Nowotny, der sich im Zuge der Gewinn-Messe in Wien, die am vergangenen Freitag stattfand, zum neuen Postgeschäft äußerte. Während das Kryptogeld in Deutschland reguliert werde, gibt es in Österreich noch keine diesbezüglichen Vorgaben oder Gesetze. "Wir werden verhindern, dass Österreich zum Hafen für Menschen wird, die es in Deutschland nicht geschafft haben, weil es andere Gesetze gibt", so Nowotny. Schon vor wenigen Monaten hat der Gouverneur gesagt, dass der "Bitcoin nie eine legale Währung" werden kann.

EZB-Chef will den Bitcoin nicht verbieten

Die Europäische Zentralbank hält die dezentralen Transaktionssysteme noch für zu "unreif". Mario Draghi, der Chef der EZB, sei jedoch der Ansicht, dass man Kryptowährungen nicht verbieten kann denn in anderen Ländern geht man mit der Kryptowährung Bitcoin ganz anders um. In Estland, Kasachstan oder Russland zum Besipiel gibt es schon Pläne für eigene Kryptowährungen. (EnP)

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