Neuseeland stuft Kryptowährungen als Wertpapiere ein

03.11.2017

Die Finanzmarktregulierung in Neuseeland hat sich zu der zukünftigen Handhabung von Kryptowährungen und ICO´s geäußert. Demnach werden alle Kryptowährungen rechtlich als Wertpapiere angesehen und auch so behandelt.

Wie die Finanzmarktaufsicht Neuseelands (FMA), bereits letzte Woche in einer Stellungnahme bekannt gab, wurde Landesweit ausgesprochen, wie mit Initial Coin Offerings (ICOs) und daraus hervorgehenden sowie allen bereits existierenden Kryptowährungen umzugehen sei. Damit soll in Zukunft eine verantwortungsbewusste Innovation auf Grundlage einer beweglichen Regulierung gewährleistet sein.

Laut dem Papier bestimmen die ökonomischen Eigenschaften eines ICO´s, ob dieser als Finanzprodukt zu behandeln sei, und falls ja, auf welche Art und Weise. Laut FMA ist dabei eine Einordnung in vier verschiedene Kategorien möglich: 

Schuldurkunden - Dividendenpapiere - Managed-Investment-Produkte - Derivate

Zudem empfiehlt die FMA, sich bei einer geplanten Gründung eines ICO mit der entsprechenden Behörde in Verbindung zu setzen.

Des Weiteren heißt es, dass alle Token und Kryptowährungen unter dem FMC Act (Financial Markets Conduct Act 2013) als Wertpapiere gelten - unabhängig davon, ob diese Finanzprodukte sind oder nicht. Grund dafür sei, dass ein Wertpapier laut Definition eine Vereinbarung darstellt, die eine Person dazu veranlasst, ein Investment zu tätigen und ein hohes finanzielles Risiko in kauf zu nehmen.

Token und Kryptowährungs-Dienstleister, wie etwa Krypto-Börsen, Wallet-Anbieter usw. werden aufgefordert, sich gewissen Regulationen anzupassen. Insbesondere müssen diese alle Mitglied eines Streitschlichtungsprogrammes des Landes sein, im "Financial-Services-Providers-Register" registriert sein und den Vorschriften des "Financial-Markets- Conduct-Act" zustimmen.

Den Investoren wird geraten, sich ausreichend mit dem Risiko zu befassen, welches Sie mit einer Investition in ICOs oder Kryptowährungen eingehen. Die meisten Online-Krypto-Börsen seien weitestgehend noch zu unreguliert aber ebenso auch schwer greifbar, da sie keine Verbindung zu Neuseeland hätten. Daher verweist die FMA auf eine generelle Investmentempfehlung von ihrer Seite. (EnP)

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