Österreichischer Bitcoin-Betrug: 10.000 Opfer verlieren 12.000 BTC (115 Millionen US-Dollar)

15.02.2018

Bild via Shutterstock
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Ein angeblicher Betrug mit Bitcoin-Investitionen in Österreich hat Berichten zufolge mehr als zehntausend Investoren im Land und in Europa betroffen.

Einzelheiten über ein Österreichisches Investitionsvorhaben mit dem Namen "Optioment" werden bekannt, bei dem die Betreiber angeblich mehr als 12.000 Bitcoins (ca. 116 Millionen US-Dollar zu laufenden Preisen) von mehr als 10.000 in das System investierten Opfern gestohlen haben. Das Programm führte eine Website, die jetzt Offline ist und behauptete, ein "erstklassiges globales Bitcoin-Anlageprodukt" zu sein, das von einem "privaten Bitcoin-Fonds in Costa Rica" stammte. Das System beanspruchte auch, dass seine "Investment" -Plattform durch Vermögenswerte von mehr als 35.000 BTC gestützt wird.

Ein Bericht der Die Presse enthüllt, dass die Anleger von der Aussicht auf steigende Renditen von 1,5% -4% pro Woche auf ihre hinterlegten Bitcoins gelockt wurden. Die Anleger wurden auch dafür belohnt, dass sie neue Nutzer in den Markt brachten.

"OPTIOMENT zahlt Ihnen Bitcoins, wenn Sie es mit Ihren Freunden und Geschäftskollegen teilen", ein Auszug aus der inzwischen nicht mehr existierenden Website, die im Internet Archive verfügbar ist. "Die erste Stufe unseres unlevel Vergütungsplans zahlt Ihnen 7%, die zweite Stufe 4%, die dritte Stufe 3% und viel mehr. Und es zahlt Ihnen jedes Mal, wenn ein Mitglied in Ihrer Downline eine Einzahlung tätigt, nicht nur zum ersten Mal, sondern für jedes Mal. Aktiv und passiv!'

Die größte von Optioment organisierte Investorenveranstaltung fand in den Wochen vor dem Zusammenbruch statt, wo 700 Teilnehmer in einem Hotel in Wien eintrafen. Durch die Investition wurde das Netzwerk auch auf Investoren in Polen, Rumänien und dem ehemaligen Jugoslawien ausgeweitet.

Während die Auszahlungen für mehrere Monate erfolgten, brach das Multi-Level-Marketing schließlich im November 2017 zusammen. Gegen Ende Januar begann die Finanzmarktaufsicht in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Wien eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Betrug und/oder Pyramidenspiel, fügte der Pressebericht hinzu.

Zwei der drei Betreiber hinter Optioment, einem dänischen Staatsangehörigen und einem lettischen Staatsangehörigen, wurden Berichten zufolge identifiziert. So wurden keine Verhaftungen vorgenommen, sagte eine FMA-Sprecherin gegenüber Bloomberg. Dennoch durchläuft die Staatsanwaltschaft "hunderte Beschwerden" von Österreichischen Investoren, was dazu führt, dass Behörden Interpol dazu drängen, die Betreiber des angeblichen Betrugs ausfindig zu machen.(EnP)

Aktuelle News:

Der große Kryptobörsenplatz Bitfinex hat auf eine Reihe von Online-Gerüchten reagiert und dementiert, dass das Unternehmen "insolvent" oder mit Bankproblemen konfrontiert sei. Das geht aus einem offiziellen Blog-Beitrag vom 7. Oktober hervor.

Spencer Bogart, Experte der Blockchain-Investitionsfirma Blockchain Capital, meint, dass der Bitcoin (BTC) Kurs einen Boden gebildet hat. Dies berichtet CNBC am 5. Oktober.