Dem Russischen Krypto-Rubel stehen alle Türen offen

26.08.2017

Der erste Stellvertreter des Ministerpräsidenten, Igor Iwanowitsch Schuwalow, äußerte vor Kurzem in einem Interview mit dem russischen Kanal RBC, dass er sich für einen "Krypto-Rubel" aussprechen würde. Er interessiere sich immer mehr für Kryptowährungen und die Blockchain, wie sich in dem Interview nachlesen lässt. Er wünsche sich dementsprechend eine Vertiefung des Themas in Russland.

Öffentliche Verwaltung

"Dieses Thema wird sich weiter entwickeln", sagte Schuwalow, "doch es sollte [sich so weiterentwickeln], dass es der nationalen Ökonomie keine Risiken bringt, sondern sie stärker macht."

Der Vizepremierminister verurteilte die aktuelle Auffassung über die Blockchain, dass sie lediglich dazu da sei, um "schnelles Geld" zu machen. Er erhofft sich durch den Mechanismus eine professionelle, schnelle und transparente öffentliche Verwaltung.

Er nannte den aktuellen Hype ums Mining digitaler Währungen "krank" und aus seiner Sicht, sei dies eine sehr vereinfachte Vorstellung, von dem, was wirklich damit möglich sei. Dennoch äußerte er sich aber zu dem Vorhaben der Russischen Föderation, in eigenes Mining zu investieren. Eine Arbeitsgruppe für Blockchain sei mit der Entwicklung von Projekten beschäftigt, doch vorher müssten erst die Gesetze und Vorschriften für ein eventuelles Vorhaben vorbereitet werden.

Im Juli 2017 äußerte sich außerdem der Chef der Sberbank zu eigenen Bildungsmaßnahmen im Land. Er schlug vor, die Blockchain-Technologie in den landeseigenen Universitäten zu lehren, um das Personal für künftige Entwicklungen selbst stellen zu können.

Der Leiter des Kommunikationsministeriums, Nikolai Nikiforov, beschrieb auf dem G20-Gipfel in Hamburg außerdem, dass die Überlegung bestehe, die Blockchain-Technologie für die Transaktion von Aktien im eigenen Markt zu nutzen.

Die aktuelle Entwicklung in Russland gegenüber Kryptowährungen und Blockchain ist ein starker Gegensatz zum ersten Kontakt mit dieser Technologie: Während Russland aktuell eine Chance wittert, einen technologischen Vorsprung zu erhaschen, konnte man in der Vergangenheit für die Nutzung von Kryptowährungen mit Gefängnisstrafen rechnen.

quelle BTC-ECHO